Literatur &

Theater

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Autor

Otto Hopfesperger, geboren 1957, war nach einem Theologiestudium acht Jahre als Pastoralreferent und Jugendseelsorger tätig, arbeitete dann nach einer psychologischen Zusatzausbildung zwei Jahre als Drogenberater in einer Jugendstrafanstalt und lebt heute mit seiner Frau und seinen drei Töchtern als selbstständiger Musikpädagoge und Musiker in Trostberg.

 

( ISBN 3-8267-4263-X )

In dem Werk beschreibt der Autor den Alltag von Drogensüchtigen in einer Jugendstrafvollzugsanstalt. Im Mittelpunkt steht die Arbeit des Drogenberaters Dr. Sven Kröger mit dem drogensüchtigen türkischen Häftling Ahmed, zu dem Kröger ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickelt.

Am Beispiel der Protagonisten Sven und Ahmed setzt sich der Autor mit den Ursachen und Hintergründen auseinander, die immer mehr Jugendliche in die Drogenszene abgleiten lassen.

 

Der Journalist Fritz Weidinger wird beaftragt, über ein verbrechen zu recherchieren: Ein Mann den man für einen Obdachlosen halten könnte, wurde ermordet an einem Flussufer aufgefunden. Der Journalist findet am Tatort ein Tagebuch, das dem Ermordeten gehörte. Beim Lesen lernt Weidlinger das Opfer und seine Lebenswelt kennen. Das Geschriebene ziet ihn mehr und mehr in seine Bann und der Journalist ist wie besessen von dem Wunsch, das Verbrechen aufzuklären. Dabei sfößt er auf rechtsradikale Jugendliche und nimmt Kontakt zu ihnen auf. Wer sind diese Menschen , was denken sie - und warum? Mehr und mehr erkennt er, dass fremdenfeindliche und menschenverachtende Verbrechen nicht nur von Menschen ausgehen, die aus zerrütteten Verhältnissen stammen. Die Täter sind ihm näher, als er zunächst dachte ...

Eine Frage der Gewalt ist ein Roman für Jugendliche und Erwachsene, der sich mit verschiedenen Facetten von Gewalt auseinander setzt. Es geht um Gewalt gegen Menschen, gegen die Natur, um Rechtradikalismus, um Überforderung und Zumutungen unserer heutigen Zeit. Gut lesbar führt das Buch in die Gedanken Albert Schweitzers, Gandhis und in die Frage nach der Beduetung der Bergpredigt Jesu ein. Auf der anderen Seite kommen auch Stimmen zu Wort, die in Gewalt ein notwendiges und legitimes Mittel der Verteidigung oder der politischen Auseinandersetzung sehen.

 

( ISBN 3-8267-4915-4 )

Theater

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Die westliche Welt ist derzeit geistig und ideologisch in einer schwerwiegenden Krise. Altes zählt nicht mehr, Neues ist noch nicht gefunden. Eine allgemeine Diskussion über Werte und das, was das Leben sinnvoll und lebenswert machen könnte, findet nicht statt. Immer mehr Menschen sind in dieser Orientierungslosigkeit überfordert und reagieren mit Resignation und Lebensüberdruss. Flucht aus der Realität in irgendeine Form von Sucht erscheint vielen als letzte Möglichkeit.

Der Psychologe Dr. Sven Kröger arbeitet als Drogenberater in einer Jugendstrafvollzugsanstalt. Mike Staudner, ein drogensüchtiger Häftling, bittet um ein Gespräch mit dem Drogenberater, weil er auf Therapie gehen und „mit dem ganzen Zeugs aufhören“ möchte. So beginnt die Geschichte einer Begegnung von zwei ziemlich ungleichen Männern, die sich schätzen und verstehen lernen und sich gegenseitig bereichern. Denn Therapie, sofern sie gelingen soll, ist keine Einbahnstraße, sondern Begegnung, Dialog, wo beide hören und beide etwas zu sagen haben.

Mit der Zeit entsteht ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, von dem beide profitieren. Mike macht Therapie und versucht seine Drogensucht zu überwinden, Sven lernt in der Auseinandersetzung mit seinem Klienten, der für viele heutige Jugendliche stehen könnte, sehr viel über Sucht und die gegenwärtige gesellschaftliche Misere. Die Arbeit mit dem intelligenten und sensiblen Mike ist für Sven eine Herausforderung, aber sie gibt ihm viele wertvolle Impulse und lässt ihn Zusammenhänge erkennen und nachvollziehbar werden.

Sven macht sich Gedanken über Sucht, über den Knast, über unsere Gesellschaft, über Sinnlosigkeit, Leere und Langeweile, über Hässlichkeiten und das, was in unserer Zeit schief läuft und was aber andererseits, für ihn zumindest, das Leben lebenswert macht. Sein Fazit: Wer in dieser Zeit geistig und psychisch gesund bleiben möchte, muss sich in vieler Hinsicht der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung widersetzen. Er muss gegen den Strom schwimmen.

Das Theaterstück „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ zeichnet diese gemeinsame Entwicklung nach. Es ist eine Geschichte mit euphorischem Höhenflug und tragischem Fall. Denn obwohl Mike zunächst seine Drogensucht überwindet, holt ihn die Vergangenheit wieder ein...

Vieles, was in diesem Theaterstück dargestellt wird, hat sich tatsächlich so ereignet, Worte und Dialoge sind teilweise Originalton. Otto Hopfensperger, der 2 Jahre lang als Drogenberater in einem Jugendgefängnis gearbeitet hat, fasst in diesem Stück (wie in seinem gleichnamigen Roman) Erlebnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit zusammen.

Was steckt eigentlich dahinter, wenn immer mehr junge Leute Drogen nehmen?

Ist es wirklich nur der Spaß, den man damit haben will? Das Theaterstück geht diesen Fragen auf den Grund und lädt ein, sich damit auseinander zu setzen. Indem es Einblicke verschafft, kann es präventiv wirken.

„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Deutschen Theaterverlag erschienen.

Textbücher erhalten Sie unter:                                                                

Deutscher Theaterverlag   Grabengasse 5   69469 Weinheim

Tel. 06201/879070  E-Mail: theater@dtver.de

 

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